Queue is empty
-- / --

Presse

Der in der Schweiz geborene Tibeter und Leiter einer Gitarrenschule in Zürich hat bereits seit einiger Zeit seine Marke in der hiesigen Musiklandschaft gesetzt und ist vor allem als erstklassiger Gitarrist hoch respektiert. Merkwürdigerweise ist Purtag aber nach wie vor und an seinem Können gemessen in der breiteren Öffentlichkeit sträflicherweise nicht so bekannt, wie er es sein müsste. Das ändert sich hoffentlich jetzt mit der Veröffentlichung seines Albums „The Singin’ Guitar“. Die zwölf Tracks sind ausnahmslos bekannte Coverversionen in Instrumentalversion mit Akustikgitarre. Die Rolle des Gesangs übernimmt Purtags singende Gitarre und das verleiht den Balladen, die man aus den Hitparaden der letzten Dekaden kennt, einen ganz eigenen Touch. Vor allem schafft es Purtag, mit seinen sehr sparsamen Arrangements den Kern des jeweiligen Liedes herauszufiltern und gibt ihm damit einen ganz neu zu entdeckenden Blickwinkel. „Me And Bobby McGee“ beispielsweise wird auf die Country-Note reduziert, den der Song eigentlich ja hat und eine der wohl schönsten Balladen überhaupt, „Against All Odds“, wird so auf den Punkt gebracht und wunderbar soliert, dass man die Aussage der Originalversion noch besser versteht. Neben diesen beiden Songs finden sich auch beispielsweise „Hello“, „Every Breath You Take“, „Heaven“, „A Whiter Shade Of Pale“ oder „Is This Love“ (Bob Marley) und das gute, alte und vielzitierte „Can’t Take My Eyes Off You“ von Frankie Valli aus den späten 60er Jahren. Somit ist „The Singin’ Guitar“ eine sehr relaxte Platte, die eigentlich zu jeder Gelegenheit passt; sei es eine Autofahrt, eine Hochzeit, ein BBQ mit Freunden oder einfach zu Hause auf dem Sofa, wenn die Nächte wieder länger und die Gemütlichkeit wieder kuscheliger wird. Ganz dringender Geheimtip für den kommenden Winter und unbedingt vorzumerken als Weihnachtsgeschenk für Familie und Freunde, die gerne ein bisschen sanfte und ruhige Gitarrenmusik schätzen.
- Tracks Musikmagazin, 16. Oktober 2016


Zwölf Lieder aus dem Bereich der Balladen, zwölf Mal ein Gitarrenspiel, zwölf grosse Namen der Rockgeschichte – was zuerst wie eine billige Werbung aus dem Media-Shop klingt, entpuppt sich als schönes Cover-Werk. “The Singin’ Guitar” ist nämlich eine geschmacksvolle Huldigung an bekannte Momente der Rock-Geschichte. Der in Winterthur wohnhafte und aus Tibet stammende Musiker Tsering Purtag hat seiner Gitarre viel Gefühl entlockt und macht alle zusätzlichen Instrumente wie auch Stimmen überflüssig. Denn wie es der Name schon vermuten lässt, werden die Coversongs auf “The Singin’ Guitar” alleine von Klängen aus den Saiten erschaffen. Purtag hat sich selber begleitet und erschafft somit mehrstimmige Melodienführungen und Arrangements. Dem Künstler und Gitarrenlehrer gelingt es mit diesem Kniff sogar, den altbekannten Hits neue Facetten zu entlocken. Zum Glück auch, denn die Songauswahl ist sehr vorhersehbar. “Hello” von Lionel Richie eröffnet die Platte, auf der Reise begegnen wir unter anderem Elton John, Sting, Bryan Adams und Bob Marley. Eine Liste, die so wohl niemanden mehr hervor lockt – doch Talent hilft. Tsering Purtag legt nicht nur sein Herz in die Neufassungen, sondern auch eine träumerische Hommage an die Gitarre selber darnieder. Sein neustes und selber aufgenommenes Werk “The Singin’ Guitar” wird somit auch bei Zauberern an den Saiten und deren Bewunderer anklang finden – und man vergisst leicht, dass gewisse Melodien eigentlich schon todgehört waren. Wunderbar um wieder einmal ein wenig zu schmachten.
- Artnoir Musikmagazin, 9. November 2016